Restschuldversicherung

Falls man einen Kredit in Anspruch nehmen möchte, besteht natürlich sowohl für den Kreditgeber als auch für den Kreditnehmer stets die Gefahr, dass die fälligen Kreditraten aufgrund verschiedener möglicher Ereignisse nicht mehr ordnungsgemäß gezahlt werden können. Solche Ereignisse können zum Beispiel im Verlust des Arbeitsplatzes, der Berufsunfähigkeit oder in Form eines Unfalls mit dauerhaften Gesundheitsschäden beim Kreditnehmer bestehen.

Die Restschuldversicherung sichert die Tilgung

Damit man sich zumindest finanziell insoweit absichern kann, dass trotz des zeitweisen oder auch dauerhaften Verlusts des Einkommens der Kredit weiterhin ohne Probleme abbezahlt werden kann, bieten viele Kreditgeber eine so genannte Restschuldversicherung an, die auch als Restkreditversicherung bezeichnet wird. Diese Versicherung übernimmt die weitere Zahlung der Kreditraten, falls eines der zuvor genannten Ereignisse beim Kreditnehmer eintritt oder dieser versterben sollte. Auch wenn die Restschuldversicherung natürlich zunächst einmal eine sehr sinnvolle Versicherung ist, gibt es dennoch auch Nachteile, die eben gegen den Abschluss einer solchen Versicherung sprechen.

Eine Restschuldversicherung lohnt sich nicht in jedem Fall

Bevor man sich für den Abschluss einer Restschuldversicherung entscheidet, sollte man auf jeden Fall zwei Faktoren berücksichtigen, nämlich die Laufzeit des Darlehens und die Höhe der Darlehenssumme. Da die Restschuldversicherung nicht gerade günstig ist, sind stets das vorhandene Risiko und eben die Kosten gegeneinander aufzuwiegen. So ist es zum Beispiel bei einer Laufzeit des Darlehens von zwei Jahren deutlich unwahrscheinlicher, dass man arbeitslos oder berufsunfähig wird, als wenn das Darlehen über fünf Jahre oder mehr läuft. Zudem spielt natürlich auch die Höhe des Darlehens eine Rolle, denn eine Kreditsumme von beispielsweise 3.000 Euro kann man „notfalls“ vielleicht auch noch beim Wegfall des Einkommens zurück zahlen, was hingegen bei einem Darlehen über 20.000 Euro schon fast unmöglich sein dürfte.

Andere Versicherungen leisten in ähnlichen Fällen

Ferner muss man vor Abschluss der Restkreditversicherung auch berücksichtigen, ob man gegen die meisten Risiken nicht ohnehin schon anderweitig abgesichert ist, zum Beispiel durch eine Risiko-LV (Todesfall), eine Berufsunfähigkeitsversicherung (Berufsunfähigkeit) oder durch eine private Unfallversicherung (Unfall / Unfallrente).